Marquette-lez-Lille

Die Stadt zählt ca. 11000 Einwohner, die in ihrer Gesamtheit recht jung ist. Gelegen ist sie unweit der belgischen Grenze im Department Nord. Entfernungen von Marquette:
– Lille 6 km0
– Brügge 69 km
– Brüssel 106 km
– Calais 119 km
– Paris 226 km
– Fredersdorf-Vogelsdorf 890 km

Rathaus-Marquette-lez-Lille
Rathaus von Marquette-Lez-Lille

Das Rathaus von Marquette-Lez-Lille befindet sich wie in jeder Stadt, im Zentrum des örtlichen Lebens. Modern eingerichtet entspricht es den vielfältigen Bedürfnissen der Bürger durch entsprechende Behörden: mit Aurgaben der Verwaltung, der Kultur, des Sports und des Städtebaus. 1700 Schüler aus der Stadt und Umgebung besuchen die sieben Schuleinrichtungen. Zahlreiche Vereine mit erzieherischem Charakter ergänzen den schulischen Bereich: Eltern-Schüler-Vereine, Kindereinrichtungen, Horte und ein Sozialzentrum. Die Kultur hat einen entscheidenden Platz im Leben der Stadt. Es gibt mindestens 16 Vereine mit kulturellen Aufgaben z.B. den Fanfarenzug, Angel-, Foto-, Billardclubs. Eine Besonderheit ist die AMITRAM, ein Verein, der sich der Instandsetzung alter Straßenbahnen widmet. Die liebevoll restaurierten Wagen können auf einer kurzen wieder instand gesetzten Teilstrecke zu besonderen Anlässen fahren. Die Stadt verfügt über ein Tonstudio und eine Bibliothek. In der staatlichen Musikschule werden ca. 1700 Schüler unterrichtet. Das soziale Leben in der Stadt wird von den verschiedensten Einrichtungen mit getragen, wie dem „Point Emploi Municipal“ ( Arbeitsamt ), sozialen Bereitschaftsdiensten, einem Pflegezentrum, dem Mutter- und Kinderschutzdienst, dem Altersheim „Nouvelle Etappe“, sowie dem Seniorenclub. Marquette-Lez-Lille kann sich mit recht eine Stadt des Sports nennen, in 20 Sportgemeinschaften können die Bürger und Bürgerinnen aktiv werden. Drei Sporthallen, ein Schwimmbad, zwei Fußball- und Rugbyplätze und zahlreiche andere Einrichtungen stehen den Sportgemeinschaften und Einwohnern zur Verfügung. Die Region wird seit der Steinzeit besiedelt, Werkzeuge, die vor über 100 Jahren gefunden worden, stammen aus dieser Epoche. Aber erst im Mittelalter spielt dieser Ort eine Rolle. 1226 gründete Jeanne von Konstantinopel, Gräfin von Flandern, das Kloster von Marquette und auch ein Hospiz für die Armen. Sie selbst lebte im ehemaligen Kloster von Marquette als Nonne und verstarb dort 1244. Heute ist dieses Zeugnis der Vergangenheit zerstört, doch die Stadt ehrt das Andenken an diese Frau mit einem jährlich wiederkehrenden Fest. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Region von Kriegen, Zeiten der Plünderung und auch des Aufbaus geprägt. Im Industriezeitalter prägten die „großen Mühlen von Paris“ das äußere Bild der Stadt und hinterließen ihre Spuren. Marquette-Lez-Lille ist gekennzeichnet durch eine Abnahme der Industrie, dennoch wanderte die Bevölkerung nicht ab. Die Häuser des Nordens mögen uns zwar oft kalt erscheinen, aber das Herz der Menschen ist offen und gastfreundlich.